MdL

Birke Bull, MdL
Bildungspolitische Sprecherin

MdL

Matthias Höhn, MdL
Bildungsföderalismus und Bildungsressourcen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Peter Joseph
Bildungs-, Wissenschafts- und Hochschulpolitik

Schulpolitik

Wir wollen nicht, dass Lernende sagen: „Schule? Lohnt sich nicht. Ich kann das sowieso nicht, ich gehe gar nicht erst hin.“ Wir wollen, dass sie wenigstens sagen: „Schule ist, wenn man hingeht. Auch wenn es manchmal schwer fällt. Trotzdem. Dort treffe ich meine Freunde, dort kriege ich Hilfe, dort will ich was schaffen, dort habe ich Erfolg. Und das macht mir Spaß.“

Birke Bull, MdL und Matthias Höhn, MdL

Matthias Höhn, MdL

Sachsen-Anhalt braucht kein Ministerium für Blindflug und Ahnungslosigkeit

In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage zur Altersteilzeit bei Lehrkräften (KA 6/7399) offenbart die Landesregierung erneut, dass ihre personalpolitischen Entscheidungen vollständig ohne Bedarfsanalyse und ohne nachvollziehbare Datengrundlage auskommen müssen.

Die Landesregierung hat kürzlich mit den Gewerkschaften eine neue Altersteilzeitregelung für Lehrerinnen und Lehrer verhandelt, die zum 1. April 2012 in Kraft getreten ist. Das Kultusministerium teilt nun mit, dass es diese Vereinbarung abgeschlossen hat, ohne über eine Prognose darüber zu verfügen, wie viele Lehrerinnen und Lehrer von diesem Angebot möglicherweise Gebrauch machen könnten. Beitrag lesen

Magdeburg, 28.11.2012

Personalabbau im Lehrkräftebereich ist abenteuerlich und unverantwortlich

Zu aktuellen Debatten um die Personalentwicklung im Lehrkräftebereich an den Schulen erklärt der Bildungspolitiker der Fraktion Matthias Höhn:

„Das Kernproblem bleibt eine klare Aussage zur Personalentwicklung im Bereich der Lehrkräfte. Das Hickhack der letzten Zeit zwischen Kultusministerium und Finanzministerium über Abbauzahlen und Bedarfe von Lehrerinnen und Lehrern, noch gewürzt durch ein paar Ideen zur Lehrerarbeitszeit, ist Gift für eine vernünftige Debatte zur weiteren Schulentwicklung und für das Klima an den Schulen sowieso. Mehr...

Magdeburg, 22. 11. 2012

Birke Bull: Änderung des Schulgesetzes im Landtag beschlossen

Die SPD hatte mit der Gesetzesinitiative zur Gemeinschaftsschule in der öffentlichen Debatte das Ziel verbunden, das längere gemeinsame Lernen in Sachsen-Anhalt voranzubringen und eine Schulform zu etablieren, in der das auf freiwilliger Basis „mustergültig“ vorgemacht werden sollte. Der Ansatz der LINKEN ist anders. Unser Weg ist im Konzept „Eine Schule für alle Kinder“, das wir 2010 in der Reihe „Sachsen-Anhalt Konzept 2011“ veröffentlicht haben, deutlich gezeichnet. Wir wollen Entwicklungen an allen Schulen besonders den Sekundarschulen einleiten. Entwicklungen, die auf eine inhaltliche und qualitative Konvergenz der Schulformen auf hohem Niveau gerichtet sind. Entwicklungen, an deren Zielpunkt die allgemein bildende Gemeinschaftsschule steht. Auch der von der SPD favorisierte Weg ist diskutabel. Mehr...

Zur derzeitigen Debatte um ein einheitliches Abitur erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Birke Bull

Abitur - Ja zu gemeinsamen Standards und Vergleichbarkeit der Bildungsniveaus

„Ob die Fähigkeit, ähnliche Aufgaben in den Kernbereichen im Abitur lösen zu können, wirklich mehr über die Studierfähigkeit junger Leute aussagt als die bisherigen Abiturergebnisse, darauf gibt es unterschiedliche Antworten unter Fachleuten. Wenn nun aber diese in neuer Weise abgestimmten Aufgaben kommen sollen, müssen Rahmenrichtlinien und Bildungsorganisation auf den Prüfstand, damit alle faire Startbedingungen vor der Abiturklausur haben. Und bei den eingesetzten Ressourcen dürfen zwischen den Ländern keine tiefen Gräben klaffen.

Der Kurs der Landesregierung, die Stellenzahl beim Lehrpersonal heftig zu kürzen, wird auch unter diesem Blickwinkel zur Gefahr für Chancengleichheit und muss endlich korrigiert werden. Dabei geht es natürlich nicht allein um erfolgreiche Abiturientinnen und Abiturienten. In Deutschland zählen immer noch erschreckende 20 % der Jugendlichen mehr oder weniger zu den sogenannten Bildungsverlierern – das darf nie aus dem Blick geraten.

Sollten am Ende des von der Kultusministerkonferenz anvisierten Kurses tatsächlich Aufgabenpools stehen, aus denen sich alle Länder für das Abitur bedienen müssen, wird man den Reflex, gerade solche Aufgaben lange und gründlich zu üben, kaum unterdrücken können. Der Gefahr, dass dabei wichtige Schlüsselkompetenzen, Kreativität und Bildungsfreiräume auf der Strecke bleiben können, sollte man sich bewusst sein.

Gemeinsame Standards, wie sie vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) für die Hochschulreife derzeit entwickelt werden, und Vergleichbarkeit der Bildungsniveaus, die in den einzelnen Bundesländern erreicht werden sollen, sind o.k. – Pauken und „Bulimie-Lernen“ gehören in die Mottenkiste.“

Birke Bull, MdL, bildungspolitische Sprecherin

Vierzehnte Schulgesetznovelle im Ausschuss für Bildung und Kultur

Der Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE und der Gesetzentwurf der Landesregierung wurden vom Landtag nach erster Lesung in den Ausschuss für Bildung und Wissenschaft und weitere Fachausschüsse überwiesen.
Obwohl der Entwurf der LINKEN in vielen Fragen der weitergehende ist und Fragen anpackt, die im Regierungsentwurf gar nicht vorkommen, wie beispielsweise die weitere Entwicklung inklusiver Bildungsangebote, entschied sich der Fachausschuss noch vor der Anhörung dafür, die Verhandlungen auf der Grundlage des Gesetzentwurfs der Landesregierung zu führen. Das heißt, alle Änderungsanträge müssen sich auf diesen Text beziehen. Mehr...

Gemeinschaftsschule der Landesregierung – eine attraktive Alternative?

Die Vision vom längeren gemeinsamen Lernen teilen im Landtag drei von vier Fraktionen im Grundsatz: DIE LINKE, DIE GRÜNEN und die SPD. Zwei Gesetzentwürfe liegen dem Plenum vor: Der Gesetzentwurf der Landesregierung und der Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE.

Beide Vorschläge müssen sich fragen lassen, wie weit sie ihrer Vision näher kommen. Was sie von ihren Wahlversprechen umsetzen, gemessen an dem, was möglich wäre. Mehr...

Birke Bull, bildungspolitische Sprecherin

Gesetzentwurf DIE LINKE
Gesetzentwurf der Landesregierung

Schulentwicklungsplanung - Die Zeit drängt

Ein Schulentwicklungsplan ist nicht über Nacht aufzustellen. Verschiedene Interessen sind abzuwägen, Perspektiven und Prognosen regionaler Entwicklung zu diskutieren. Viele Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker können ein Lied davon singen.
Deshalb fordert die Fraktion DIE LINKE im Landtag die Landesregierung nachdrücklich auf, die Karten auf den Tisch zu legen, wie die Grundlagen und Kriterien für den künftigen Planungsabschnitt ab 2014 aussehen sollen (dann nämlich läuft die derzeitige Planung nach „Schulentwicklungsplanverordnung“ aus und neue Pläne müssen von den Landkreisen und kreisfreien Städten erstellt werden). Auch das Parlament soll ein Wörtchen mitzureden haben. Mehr...

Matthias Höhn, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur

Magdeburg, 02.05.2012

Gemeinschaftsschule – besser als nichts, aber dennoch eine bleierne Ente mit gestutzten Flügeln

Lang hat´s gedauert, Koalitionskrach wurde ebenso vermeldet. Der Kultusminister hat den Gesetzentwurf für eine Gemeinschaftsschule vorgelegt, die CDU-Fraktion hat unverzüglich ihren Vorbehalt angekündigt. Ein Schritt weg vom Lernen im Gleichschritt, hin zu mehr individualisiertem Lernen – die Fachwelt nennt es binnendifferenzierte Lernangebote – ist erkennbar. Ein Weg auf den sich bereits viele Sekundarschulen gemacht haben. Und das ist gut so.

Auch die festen Kooperationen mit Gymnasien oder Fachgymnasien sind eine gute Sache. Aber ansonsten bleiben viele Fragen: Weshalb brauchte es dafür eine neue Schulform, wenn alle diese Dinge doch bereits jetzt allen Sekundarschulen offen stehen und möglich sind? Weshalb sind wirklich Innovationen ausgeblieben: zum Beispiel die Aufhebung des Sitzenbleibens, oder die Perspektive der 2. Fremdsprache dann auch für alle Kinder? Warum gibt es die Gemeinschaftsschule nur als ergänzende Schulform, eine Barriere, die einst von den konservativen Kollegen bereits den Gesamtschulen in den Weg gelegt worden ist?

Es scheint, als sei es nicht viel mehr als eine bleierne Ente, der obendrein die Flügel gestutzt worden sind – die also Gefahr läuft, ohne große und ernst zu nehmende Wirkung durch die Bildungslandschaft zu schwimmen. Schade drum! Geopfert auf dem Altar großer Koalitionen.

Der Gesetzentwurf ist nunmehr der Öffentlichkeit zugänglich. Eine gute Möglichkeit, sich in die Debatte einzubringen. Besser wäre es gewesen, einen solchen Entwurf auch vor Ort im Dialog mit PraktikerInnen zu diskutieren.

Birke Bull, bildungspolitische Sprecherin

zum Gesetzentwurf der Landesregierung

Presseerklärung der Fraktion DIE LINKE

Magdeburg, 02.05.2012

Schließung von Schulstandorten

2014 beginnt die neue Planungsperiode für das staatliche Schulnetz in Sachsen-Anhalt – nicht mehr allzu lang, wenn man bedenkt, dass dafür umfangreiche Vorbereitungen und detaillierte Planungen des Landes u. a. zum Lehrerpersonal und der Kommunen zu Schülerzahlen, Schülerbeförderung oder etwa Gebäudeauslastungen notwendig sind. Darum wird DIE LINKE schon in der nächsten Sitzung des Landtages das Thema auf die Tagesordnung bringen.

Nun hat Kultusminister Dorgerloh (SPD) via Presse schon mal eine Katze aus dem Sack gelassen: mehr als jede zehnte Grundschule soll geschlossen werden. Dass er und die Koalition daran entscheidenden Anteil haben, verschweigt er natürlich und schiebt es stattdessen auf angeblich sinkende Schülerzahlen...

zur Pressemeldung

Matthias Höhn, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur

Magdeburg, 16.04.2012

Landesregierung muss Vorbild beim Datenschutz sein

Medien berichteten über das Vorhaben der Landesregierung, durch eine Änderung des Schulgesetzes eine ausführliche Datensammlung aller Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt anzulegen. Diese Sammelwut der Landesregierung gehört genauestens hinterfragt. Es ist nachvollziehbar, dass das Kultusministerium Daten benötigt, um Einschätzungen über die Qualität des Bildungssystems in Sachsen-Anhalt oder die quantitativen Voraussetzungen für gute Schule treffen zu können. Unverständlich ist es jedoch, warum dafür personenbezogene Daten aller Schülerinnen und Schüler erfasst werden müssen – zumal diese offensichtlich nicht vollständig anonymisiert werden sollen.

Die Politik verwendet sehr viel Energie darauf, sich über das angeblich nachlässige Verhalten vieler Jugendlicher beim Umgang mit ihren persönlichen Daten in der Öffentlichkeit - z. B. in den sozialen Netzwerken - zu beklagen. Angesichts dessen wäre es mehr als angebracht, wenn die Landesregierung hier als Vorbild aufträte und beim Datenschutz ein Höchstmaß an Sorgfalt und Verantwortung an den Tag legte.

DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, sehr schnell, spätestens aber mit der Gesetzesbegründung umfänglich offen zu legen, welche Daten wofür und in welcher Weise gespeichert werden sollen. Ein lückenloser Datenschutz muss gewährleistet werden.

Matthias Höhn, Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur

Magdeburg, 16.04.2012

Zukunft des Gemeinsamen Unterrichts in Sachsen-Anhalt

Am Freitag, den 13. April hatte die Landtagsfraktion DIE LINKE zu einem Fachgespräch eingeladen. Ein Glückstag oder ein Unglückstag für Bildungspolitik hierzulande? Vor allem jene, denen die Zukunft des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderung – im Fachdeutsch: mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf - am Herzen liegt, fanden sich ein und ignorierten das vermeintliche Pechpotenzial eines solchen Freitags: WissenschaftlerInnen, SchulleiterInnen, Eltern, SonderpädagogInnen an Regelschulen, VerbandsvertreterInnen und der LandesschülerInnenrat. Allein die Vielfalt der Perspektiven versprach eine sehr spannende Diskussion und respektable Ergebnisse.

Birke Bull, bildungspolitische Sprecherin

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Auf den Spuren der Schulsozialarbeit

Seit 2007 arbeiten an vielen Schulen Sachsen-Anhalts SchulsozialarbeiterInnen. Die Europäische Union finanziert dieses Programm in einem finanziellen Umfang von ca. 59 Mio.€ über fast 6 Jahre hinweg. Schon einmal haben sich einige Schulen auf den Weg gemacht, vor allem (aber nicht nur) SchülerInnen mit Lern- oder Entwicklungsschwierigkeiten ein ganz besonderes Angebot zu machen. Schon einmal ist dieses Angebot verworfen und wieder abgeschafft worden. Nun arbeiten mittlerweile seit fast 4 Jahren viele hochqualifizierte KollegInnen auf diesem Gebiet an den Schulen unterschiedlicher Schulformen. Zu Beginn des Jahres mussten die Anträge auf Fortsetzung des Programmes in vielen Schulen neu gestellt werden. Das war verbunden mit einer Bilanz über das Erreichte und vielfältigen Plänen zur Verbesserung des Anliegens von Schulsozialarbeit. Für die Fraktion DIE LINKE ist dies ein guter Zeitpunkt, um sich in bewährter Weise mit PraktikerInnen und ExpertInnen, mit LehrerInnen, SchulleiterInnen, SchülerInnen und NetzwerkkoordinatorInnen über deren Erfahrungen vor Ort ins Gespräch zu begeben. In Wittenberg, in Magdeburg und in Bernburg waren die BildungspolitikerInnen bereits unterwegs. Erste Eindrücke zeigen sich dabei.

Birke Bull, bildungspolitische Sprecherin

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