Stefan Gebhardt, MdL

Stefan Gebhardt, MdL
Kultur- und medienpolitischer Sprecher

Sachsen-Anhalt liebenswert

Perspektiven für Sachsen-Anhalt: www.sachsen-anhalt-liebenswert.de

Kulturelle Daseinsvorsorge

Entwicklungen im Kulturbereich

Die Kreisgebiets- und Verwaltungsreform in Sachsen-Anhalt führt zu bedeutenden Veränderungen auch im Netz der Kultureinrichtungen, von den Bibliotheken über die Musikschulen, die Theater und Orchester, die Museen bis zu den soziokulturellen Einrichtungen. Umbrüche dieser Dimension sind nicht allein Angelegenheiten der Kommunen und Landkreise, sie bedürfen der konzeptionellen Führung durch die Landesregierung. Mit der Großen Anfrage zur kulturellen Daseinsvorsorge wollten wir Auskunft über die Entwicklungen im Kulturbereich für den Zeitraum 2002 – 2007 und die Konzepte der Landesregierung bis zum Jahr 2020 erhalten. Das zusammengetragene analytische Material ist zum Teil sehr detailliert, geschlossene Entwicklungskonzepte sind nicht zu finden.

Sachsen-Anhalt liebenswert - Öffentliche Daseinsvorsorge für Kultur

Broschüre „Perspektiven für Sachsen-Anhalt“
Die Positionen zur Struktur der kulturellen Angebote finden Sie auf den Seiten 36/37.

Im Herbst 2008 stellte die Fraktion DIE LINKE. im Landtag von Sachsen-Anhalt auf einem Landesparteitag ein Leitbild zur räumlichen Gliederung der Öffentlichen Daseinsvorsorge in Sachsen-Anhalt vor. Sie startete damit eine breite Diskussion im Landesverband, in den kommunalen Fraktionen und mit gesellschaftlich relevanten Gruppen über die künftige Entwicklung des neugegliedertes Landes nach der vollzogenen Gebiets- und Kommunalreform und unter den Bedingungen des demographischen Wandels. Die finanziellen Belastungen aus einem guten und breiten Kulturangebot führen, verstärkt durch die aktuellen Krisenerscheinungen, immer wieder zur Infragestellung dieser Ausgaben auch in den kommunalen Haushalten. Vor diesem Hintergrund suchen wir nach neuen Lösungen zur räumlichen Verteilung der kulturellen Angebote im Land und deren Finanzierung. Erwogen wird in Anlehnung an das sächsische Kulturraummodell die Bildung von kommunalen Zweckverbänden, um die Finanzierung der großen Kulturinstitute wie z.B. Theater, Orchester und weiterer Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung sicherzustellen.